Projekt

Wohnensemble im Münchner Umland

Vier Wohnhäuser auf einem schmalen Grundstück – kompakt geplant, mit individuellen Freiräumen und einer Gestaltung, die sich in die dörfliche Umgebung einfügt.

OrtMünchner Umland
TypReihenhaus-Ensemble, 4 Einheiten
LeistungLPH 1–4
Fläche4 × ca. 7 m Breite, 28 m Gesamtlänge

Ausgangslage

Vier Häuser auf begrenzter Fläche

Die Herausforderung bestand darin, auf einem eher schmalen Grundstück vier eigenständige Wohneinheiten zu realisieren, ohne die Qualität der Außenräume zu opfern. Die Planung musste ein Gleichgewicht finden zwischen wirtschaftlicher Ausnutzung und dem Anspruch, jeder Einheit ausreichend Licht, Privatsphäre und nutzbaren Freiraum zu geben.

Lageplan – Vier Reihenhäuser mit Freiräumen und Stellplätzen

Lageplan – Die kompakte Anordnung schafft private Gartenbereiche zwischen den Baukörpern. Stellplätze sind dem Bestandsgebäude zugeordnet.

Entwurfskonzept

Versatz als Prinzip

Die vier Einheiten sind leicht versetzt zueinander angeordnet. Was auf den ersten Blick als gestalterisches Mittel erscheint, löst drei konkrete Probleme gleichzeitig:

Belichtung in der Tiefe

Der Versatz ermöglicht seitliche Fensterflächen, die natürliches Licht bis in die Grundrisstiefe bringen – ohne die Nachbareinheiten einzuschränken.

Privatheit der Außenbereiche

Die versetzte Fassadenführung schafft natürliche Nischen, die die Terrassenbereiche optisch voneinander trennen – ohne Zäune oder Mauern.

Städtebauliche Einbindung

Die Staffelung bricht die 28 Meter Gesamtlänge auf und vermeidet den Eindruck eines Riegels – das Ensemble fügt sich in die kleinteilige Bebauung der Umgebung ein.

Schnitt – Satteldächer und Raumhöhen der vier Einheiten

Schnitt – Klassische Satteldächer mit 10 m Firsthöhe. Die Dachgeschosse bieten vollwertige Wohnfläche mit 2,30 m Kniestock.

Ansicht – Straßenperspektive mit Nachbarbebauung

Straßenansicht – Das Ensemble ordnet sich in Maßstab und Kubatur in die bestehende Nachbarschaft ein.

Gestaltung

Regional verankert, zeitgemäß interpretiert

Satteldächer, stehende Fensterformate und eine klare Fassadengliederung nehmen die Sprache der Umgebung auf. Die reduzierte Formensprache und die zurückhaltende Materialwahl setzen einen zeitgenössischen Akzent, ohne sich über den Ort zu stellen. Architektur, die sich einfügt, ohne sich zu verstecken.

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