Projekt
Ein bestehendes Einfamilienhaus in München erhält ein vollwertiges Obergeschoss – in Holzbauweise, mit minimalem Eingriff in die Substanz und maximalem Raumgewinn.
Ausgangslage
Das eingeschossige Einfamilienhaus im Münchner Stadtgebiet bot keinen Spielraum für eine seitliche Erweiterung. Die einzige Möglichkeit, zusätzlichen Wohnraum zu schaffen, lag in der Vertikalen – eine Aufstockung auf den Bestand. Die Herausforderung: Das neue Geschoss musste sich konstruktiv in die bestehende Tragstruktur einfügen, die baurechtlichen Vorgaben im Stadtgebiet erfüllen und gestalterisch ein stimmiges Gesamtbild ergeben.
Erdgeschoss – Das bestehende Geschoss bildet die Basis für die Aufstockung. Die Erschließung wurde so geplant, dass beide Ebenen funktional zusammenwachsen.
Entwurfskonzept
Bereits in der Entwurfsphase fiel die Entscheidung für Holzbauweise – nicht als gestalterisches Statement, sondern als konsequente Antwort auf die Rahmenbedingungen des Projekts:
Das geringe Eigengewicht der Holzkonstruktion minimiert die zusätzliche Belastung der bestehenden Tragstruktur – ohne aufwändige Ertüchtigungsmaßnahmen.
Die Elemente werden in der Werkstatt vorgefertigt und vor Ort montiert. Das verkürzt die Bauzeit erheblich und reduziert die Belastung für die Bewohner während der Bauphase.
Der nachwachsende Baustoff wurde als integraler Bestandteil des Gesamtkonzepts gewählt – Nachhaltigkeit nicht als Zusatz, sondern als Entwurfsprinzip.
Schnitt – Das neue Obergeschoss in Holzbauweise sitzt auf dem massiven Erdgeschoss. Große Fensterflächen belichten die neuen Wohnräume.
Obergeschoss – Der neue Grundriss nutzt die bestehende Grundfläche optimal aus. Großzügige Fensterflächen sorgen für natürliche Belichtung und werten das Erscheinungsbild auf.
Ansichten – Die Aufstockung fügt sich in die Proportionen des Bestands ein. Neue Fensteröffnungen gliedern die Fassade und schaffen ein stimmiges Gesamtbild.
Gestaltung
Die gestalterische Herausforderung lag darin, die Aufstockung nicht als Fremdkörper erscheinen zu lassen. Die neuen Fensterflächen nehmen den Rhythmus des Bestands auf, die Materialwahl verbindet beide Geschosse zu einem schlüssigen Ganzen. Das Ergebnis ist kein Anbau, der sich rechtfertigen muss – sondern ein Haus, das aussieht, als wäre es immer so gewesen.
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